Fahrradmensch – Jens Hagemann

Fahrradmenschen im Portrait.
Jens Hagemann

Mit unserem Kunden Jens Hagemann starten wir an dieser Stelle in eine Reihe kleiner Geschichten über „Fahrradmenschen“. Hier geht es nicht um große Radreisen oder sportliche Höchstleistungen, sondern vielmehr um alltägliche Erlebnisse, wichtige Erkenntnisse und interessante Geschichten rund um außergewöhnliche Menschen, in deren Leben das Fahrrad eine besondere Rolle spielt.

Schulseelsorger on Tour

Der 41-jährige Jens Hagemann lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern im Münsterland. Als Pastoralreferent und Schulseelsorger betreut er mehrere Schulen und betreibt daneben einen „Schulseelsorge on Tour“ Youtube-Channel, hat ein vom Radfahren beeinflusstes Kinderlied „Weltentdecker“ geschrieben und arbeitet an der Veröffentlichung eines Kinderbuches, das sich auch damit beschäftigt, Dinge anders zu sehen als zuvor.

Wie viele andere auch, gehörte Jens noch 2019, zu jener Gruppe von Menschen, die fast alle Wege mit dem Auto erledigen. Pendeln zum etwa 12 km entfernten Arbeitsplatz in Warendorf, Einkaufen, Kinder zu ihren Terminen bringen und wieder abholen, Brötchen holen – eigentlich alles.

Als Jens bei einer beruflichen Fahrt nach Münster mit dem Auto im Stau steht und feststellt, dass um ihn herum alle anderen, wie er selbst, alleine in ihren Autos sitzen, wurde für ihn klar: Hier muss sich für mich etwas ändern. Er beschloss, fortan häufiger das Fahrrad zu nutzen, holte sein altes Hollandrad aus der Garage, um schnell festzustellen, dass dieses seinen Ansprüchen nur bedingt gerecht wird.

 

T-500 – gesucht, gefunden.

Mit dem Vorsatz, ein neues Fahrrad wirklich intensiv zu nutzen, besuchte er, ausgestattet mit einer gewissen Preisvorstellung, einige Fahrradhändler in der Nähe. Dort begutachtete er tolle Räder, bevor ihm ein Händler – trotz Überschreiten der Preisvorstellung – das Trekkingrad T-500 der vsf fahrradmanufaktur zeigte. Was dann passiert beschreibt Jens im Interview so:

„Ich habe mich einfach draufgesetzt, bin losgefahren und musste dann erst einmal lachen. Weil, dass hatte ich vorher so nicht erlebt. Ich hatte das Gefühl, dass alles was man an Muskelkraft in die Pedale bringt, sofort auf der Straße landet. Dann habe ich auf den Preis geschaut und meine Frau, unseren Finanzvorstand, angerufen – und die fand zum Glück die rote Klingel schön.“Jens Hagemann

Jens Hagemann

Ganz bewusst kein E-Bike.

Dabei entschied sich Jens ganz bewusst gegen ein E-Bike. Auf der einen Seite begründete der Aspekt der sportlichen Aktivität die Entscheidung, auf der anderen Seite findet Jens es wichtig, beim Radfahren – auch bei Regen oder Gegenwind – zu spüren, dass im Leben nicht immer alles einfach ist und man sich halt ein wenig anstrengen muss, um etwas zu erreichen. 

Weil es logistisch nicht anders geht, greift die Familie für längere Strecken, bei richtig schlechtem Wetter und zu bestimmten Anlässen aufs Auto zurück. Das soll aber, wenn die Kinder aus dem Haus sind, vielleicht mal anders werden. Mehrfach hat sich Jens aber zumindest schon dabei ertappt, dass er anstatt vor dem Auto zu stehen und zu fachsimpeln, nun vor seinem Rad verweilt, um die Vorteile des Radfahrens und des T-500 zu besprechen. Jens betont aber, dass er von beidem keine Ahnung hat – nicht vom Auto, nicht vom Fahrrad.

Direkt zum T-500

Jens Hagemann - vsf fahrradmanufaktur

„Heute fehlt mir einfach der Grund, für bestimmte Wege das Auto zu nehmen.“

Und so beginnen und enden auch alle Youtube-Filme seines „Schulseelsorge on Tour“-Projektes stets mit ihm selbst auf dem Rad. Besonders gerne erkundet Jens mit anderen die Gegend und entdeckt auf seinen Touren immer wieder interessante, schöne oder außergewöhnliche Orte.

YouTube-Channel „Schulseelsorge on Tour“

Fahrradmensch - Jens Hagemann - csf fahrradmanufaktur

„Es gibt keinen Grund ein anderes Rad anzuschauen.“

Nach mehr als einem Jahr auf dem T-500 würde Jens immer wieder etwas mehr Geld in die Hand nehmen, um ein nachhaltiges, hochwertiges Fahrrad zu kaufen. Aufgrund seiner Erfahrung würde er in Zukunft wieder ein Rad der vsf fahrradmanunfaktur wählen.

„Unsere Kinder fanden das anfangs doof.“

Seit über einem Jahr fährt Jens jetzt schon fast alle Wege in seinem Heimatort mit dem Rad, er pendelt zum Job nach Warendorf und selbst berufliche Fahrten nach Münster erledigt er mit dem Rad. Das Auto bleibt immer öfter stehen, was seinen Kindern allerdings nicht immer gefällt, mussten sie für kürzere Strecken doch vom heißgeliebten Eltern-Taxi Abschied nehmen. 

Innerhalb eines Jahres ist das Radfahren für Jens zur Normalität geworden. Dabei spielen neben sportlich, gesundheitlichen Aspekten, die Rücksicht auf „die Schöpfung“, die Natur eine ebenso gewichtige Rolle, wie die Tatsache, dass man die Welt auf dem Rad viel mehr bietet, als das Fahren von A nach B auf den „großen Wegen“. Die Erkenntnisse gibt Jens Hagemann auch an die von ihm betreuten Schulklassen und Kinder weiter, die er in diesem Sinne ermutigt, die Welt bestenfalls auf dem Fahrrad zu erkunden – auch mal abseits der Wege, die man sonst so kennt und die alle benutzen.

Übrigens:

„Schnell, leicht zu fahren.“ So lautet die Antwort auf die Frage, mit welchem Adjektiv er sein T-500 beschreiben würde. Der Name vsf fahrradmanufaktur war ihm von Anfang sympathisch, kommuniziert er doch den Qualitätsgedanken des Handwerks.

Wir jedenfalls wünschen dem sympathischen Schulseelsorger nur das Beste auf seinen Touren mit dem T-500.